Das geplante Projekt

Bild: Die heutige und die geplante neue Deponiegrenze. Unten rechts die geplante Waldrodung.

Ein komplett ungeeigneter Standort für eine Erweiterung

Die heutige Deponie liegt eingezwängt zwischen Wald, Naturschutzgebieten und Siedlungsraum und kann nur erweitert werden, wenn in östlicher Richtung 8000 m2 gesunder Wald gerodet werden und in westlicher Richtung die Deponie so nahe ans Dorf kommt, dass Schutzdämme gebaut werden müssen. Das Material wird in Hanglage auf offenem Gelände direkt vor dem Dorf deponiert. Es sind aufwendige Massnahmen notwendig, damit das Material auf dem instabilen Untergrund aus Seekreide nicht ins Rutschen kommt (Quelle: Aktennotiz „Stabilitätsuntersuchungen Deponiefuss“ aus der öffentlichen Auflage). Ein geeigneter Standort sieht anders aus.

Übrigens: Sind Sie schon einmal auf der Autobahn zwischen Dagmersellen und Sursee gefahren ? Auf der Höhe von Buchs wellt sich die Fahrbahn stark, bedingt durch den instabilen Untergrund. Denken Sie, dass das ein geeigneter Ort ist, um fast 800’000 Tonnen Material zu deponieren ?

Der Weg für Kompromisse wird verbaut

Mit dem Bau der Erweiterung soll direkt am Dorfrand begonnen werden. Durch diesen Trick sollen nicht die Anwohner geschützt, sondern vollendete Tatsachen geschaffen werden: Eine Redimensionierung, eine Teilrückzonung oder ein Abbruch des Projekts ist so nicht mehr möglich, da sonst eine riesige Schneise in der Landschaft verbleiben würde. Ist die Deponie 2041 noch nicht voll, weil das Material durch besseres Recycling oder verminderte Bautätigkeit ausbleibt, kann die Deponie nicht einfach so geschlossen werden und muss bis über 2041 hinaus weiterlaufen. Dies ist natürlich ganz im Sinne des Betreibers.

Sicht- und Lärmschutz ? Unmöglich.

Mit der geplanten Erweiterung wird nicht wie anderenorts üblich eine Geländemulde, eine ehemalige Grube oder ein landwirtschaftlich schlecht nutzbares, abgelegenes Tobel aufgefüllt. Das Material wird auf offenes, flaches Gelände vor dem Dorf gekippt.

Das Dorf Buchs befindet sich auf einer eiszeitlichen Moräne, welche eine Art Arena in einem Halbkreis um die geplante Deponie bildet. Die Bewohner von Buchs müssen also das Schauspiel des Deponiebetriebs gezwungenermassen aus der ersten Reihe miterleben.

Durch diese Lage ist es unmöglich, die Deponie auch nur ansatzweise zu verbergen. Wirklich wirksame Schutzdämme müssten eine monströse Höhe haben.

Urteilen Sie selbst: Haben Sie beim Betrachten des untenstehenden Bildes den Eindruck, dass der Lärm der Baumaschinen durch diese Dämme in irgendeiner Weise gehemmt oder die Sicht auf die Deponie dadurch wirksam verdeckt wird ?

Im Bild rot markiert: Die heutigen wirkungslosen „Sichtschutzdämme“ (Aufnahme vom Mai 2018)

25 Jahre Krach und Dreck im Wohngebiet: Ein „optimaler Standort“?