25 Jahre Krach und Dreck im Wohngebiet

– ein „optimaler Standort“?

 

Da wohnen Menschen!

Beim Studium des geplanten Projekts reibt man sich die Augen: Keine andere Deponie im Kanton Luzern kommt so nahe an bewohnte Quartiere heran wie die geplante Erweiterung.

Bereits heute ist der Deponiebetrieb für die Anwohner deutlich sicht- und spürbar: Die Anwohner blicken direkt in eine offene Deponie. Lärm und Vibrationen, die durch Abladen und Verdichten des Bauschutts entstehen, sind in den Häusern deutlich wahrnehmbar.

Schweres Gerät ist bereits heute im Einsatz und macht Krach, vibriert und wirbelt Dreck auf.

 

Auch die Staubentwicklung ist erheblich:

 

Lärm und Erschütterungen sollen nun noch näher an die Siedlung herangeführt werden, und das mehr als zwei Jahrzehnte lang ! Die vom Deponiebetreiber in einer unverbindlichen „Absichtserklärung“ in Aussicht gestellten Schutzmassnahmen werden die Anwohner ganz offensichtlich nicht vor einer derart nahen Deponie schützen können.

 

 

Der letzte Trumpf wird aus der Hand gegeben

Buchs kann weder mit See- noch mit Bergsicht punkten. Das kleine Dorf bietet weder attraktive Einkaufsmöglichkeiten noch eine besonders dichte ÖV-Anbindung.

Das Kapital von Buchs liegt in einer heute noch weitgehend intakten, grünen Landschaft. Der Hürnbach, der Wolen und die umliegenden Felder sind zusammen mit der geschützten Moorlandschaft des Buchser-Uffikermooses ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Durch die geplante massive Deponieerweiterung wird dieses Landschaftsbild auf Jahrzehnte hinaus zerstört. Die Lebensqualität wird durch den dorfnahen Deponiebetrieb stark beeinträchtigt. Sowohl für die heutigen Bewohner als auch für potentielle Neuzuzüger wird das Dorf unattraktiv. Was Abwanderung für Schulen und Steuereinnahmen bedeutet, braucht wohl nicht speziell erklärt zu werden.

Solche Bilder werden der Vergangenheit angehören, falls die Deponieerweiterung zustande kommt.

 

Wir betreiben keine St.Florians-Politik!

Ein oft wiederholtes Argument lautet: „Jeder produziert doch Bauschutt, irgendwo muss dieser ja gelagert werden.“

Wir verstehen, dass es beim gegenwärtigen Bauboom Inertstoffdeponien braucht. Ein Standort direkt neben bewohntem Gebiet ist jedoch völlig inakzeptabel und falsch.

Deponien müssen in geeigneter Umgebung realisiert werden und nicht dort, wo es für den Deponiebetreiber am einfachsten und billigsten ist, einfach weiter zu wuchern und die Anwohner zu überrollen.

Es gibt im Kanton Luzern aktuell keinen Engpass bei Inertstoffdeponien und genügend besser geeignete Standorte. Eine Ausdehnung der Deponie Buchs ist deshalb reine Geldmacherei auf dem Buckel der Buchser.
 Artikel LZ vom 3. Januar 2018

Das Dorf Buchs hat 20 Jahre lang seinen Beitrag zum Gemeinwohl geleistet und hunderttausende von Kubikmetern Schutt aufgenommen. Die geplante Erweiterung in völlig ungeeignetes Gelände geht weit über das zumutbare Mass hinaus. Buchs soll nicht dafür bestraft werden, dass es sein Land für eine massvolle Deponie zur Verfügung gestellt hat!

 

Finanzelles

Die anliegenden Grundeigentümer und die Grundeigentümer mit Sicht auf die Deponie befürchten ausserdem noch finanzielle Folgen. Diese sind:

  • Hypothek: Bei einer erneuten Hypothekverhandung muss der Eigentümer mit einer Abwertung des Objektes rechnen. Zum ermitteln des Wertes eines Objekte spielt das Rating eine wichtige Rolle. Ein grosser Einfluss auf das Rating hat die Beurteilung der Lage (die sogenannte Lageklasse). Hier wird eine Deponie in unmittelbarer Nähe sicher nicht Positiv bewertet! Weniger Wert des Objekts bedeutet für die Bank weniger Sicherheit, was sich schlussendlich auf die Tragbarkeit auswirkt und dies könnte wiederum eine Amortisationspflicht nach sich ziehen.
  • Verkauf einer Liegenschaft: Der Wert einer Liegenschaft bei einem Verkauf ist immer Verhandlungssache. Der Käufer hat hier mit der Deponie einen gewaltigen Trumpf in der Hand, um den Kaufpreis massiv zu drücken! Wie kann man hier als Verkäufer argumentieren? Wer gleicht den Eigentümern diesen Verlust aus?