Danke für Ihre Solidarität !

Am 12.12. hat die Gemeindeversammlung der Zonenplanänderung knapp zugestimmt. Die IG Stop Deponie Buchs bedankt sich herzlich für die Unterstützung und Solidarität aus ganz Dagmersellen. Wir werden dieses knappe Resultat zum Anlass nehmen, um den Gemeinderat und den Deponiebetreiber in die Pflicht zu nehmen und das Projekt weiterhin kritisch zu begleiten.

 

Das Wichtigste in Kürze

Im Ortsteil Buchs der Gemeinde Dagmersellen besteht seit über einem Jahrzehnt eine Inertstoffdeponie. Im Jahr 2002 bewilligten die Stimmberechtigten der damals noch eigenständigen Gemeinde Buchs äusserst knapp mit 1 Stimme Unterschied den Betrieb einer Deponie auf ihrem Gemeindegebiet. Im damaligen Abstimmungskampf wurde der Bevölkerung versprochen, dass die Deponie nach spätestens 20 Jahren geschlossen wird.

Nun soll dieses Versprechen doppelt gebrochen werden: Die Deponie soll nicht nur bis ins Jahr 2041 weiter betrieben werden – es wird auch rücksichtslos eine massive Erweiterung bis an den Dorfrand geplant.

Das Dorf- und Landschaftsbild von Buchs wird durch diese katastrophale Fehlplanung auf Jahrzehnte hinaus verschandelt. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind nicht absehbar. Der grösste Standortvorteil von Buchs, die heute noch weitgehend intakte Landschaft, wird ohne Not zunichte gemacht.

Sie als Stimmberechtigte von Dagmersellen, Uffikon und Buchs haben die Möglichkeit, dieses überdimensionierte und unausgewogene Projekt zu korrigieren. Sagen Sie an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2018 NEIN zur geplanten Zonenplanänderung. Sie ermöglichen damit einen Marschhalt und eine vernünftigere Planung.

Als kleinster der drei Ortsteile sind wir auf die Solidarität der ganzen Gemeinde angewiesen. Lassen Sie nicht zu, dass unser Dorf privaten Interessen und der Profitgier von wenigen Einzelpersonen geopfert wird. Es gibt bessere Lösungen!

Übrigens: Die UHG repräsentiert nicht Buchs

Der Deponiebetreiber erwähnt gerne und oft die „Zustimmung der Unterhaltsgenossenschaft Buchs mit 65 zu 35 Stimmen“ und möchte damit den Eindruck erwecken, dass das Dorf Buchs hinter dem Projekt steht. Dieses Resultat kam aber auf bizarre Weise und alles andere als demokratisch zustande: Vermögende und einflussreiche UHG-Mitglieder verfügten zum Teil über bis zu 6 Stimmen, während beispielsweise ein privater 4-Personen-Haushalt nur eine einzige Stimme hatte. Demokratie sieht anders aus.

 

Einige Fragen, die immer wieder aus der Bevölkerung gestellt werden:

„Wir verstehen die Notwendigkeit von Deponien, aber warum wird diese Deponie so nahe an die Wohnhäuser gebaut? Möchten Sie 25 Jahre eine Baustelle direkt vor Ihrem Haus haben?“

„Warum wird die Deponie nicht innert weniger Jahre gefüllt und abgeschlossen, wenn der Bedarf an Deponievolumen ja angeblich so gross ist?“

„Warum setzt sich der Gemeinderat nicht für die Anwohner ein und versucht die Situation für diese erträglich zu machen?“

„Wie soll dieses Projekt eine ökologische Aufwertung und eine Verbesserung des Kulturlandes darstellen, wenn dazu Wald gerodet wird und giftige Stoffe vergraben werden?“

„Warum bietet man in Buchs Deponieraum zu Billigpreisen an und sabotiert damit die Bemühungen um mehr Baustoffrecycling ? Wer will schon recyclen, wenn es billiger ist, den Schutt irgendwo an einen Waldrand zu kippen?“